Jugend besichtigt Wacker Werksfeuerwehr

Bereits im Dezember letzten Jahres machten sich 10 Jugendfeuerwehrler und die 3 Jugendwarte auf den Weg nach Burghausen zur Firma Wacker Chemie, um dort die Werkfeuerwehr zu besichtigen.

An der Westpforte wurden wir von unserem Kollegen und langjährigen ehemaligem Jugendwart Thomas Riedhofer, der nun seit fast 10 Jahren in der Werkfeuerwehr arbeitet, abgeholt. Im Besprechungsraum des Feuerwehrhauses erzählte uns Thomas dann, dass ca. 80 Feuerwehrmänner in einem 3 Schichtsystem beschäftigt sind und in jeder Schicht eine Mindestbesatzung von 17 Feuerwehrlern gegeben sein muss. Bei größeren Schadenslagen werden weitere Kräfte aus den Freischichten in das Gerätehaus geholt, sowie die benachbarten Feuerwehren alarmiert.

Ein Arbeitstag bei der Werksfeuerwehr dauert 24 Stunden und wird in 3 Abschnitte unterteilt. Der allgemeine Arbeitsalltag von 7 bis 16 Uhr, in der jeder Feuerwehrler in einer Werkstatt am Feuerwehrhaus beschäftigt ist. Von 16 bis 22 Uhr können sie ihre Freizeit am Gerätehaus frei gestalten und ab 22 Uhr herrscht Nachtruhe, all dies natürlich unter ständiger Alarmbereitschaft.

Anschließend durften wir gespannt in die Zentrale der Werkfeuerwehr hineinblicken, die selbstverständlich aus Sicherheitsgründen abgeschirmt und somit nicht für jedermann zugänglich ist. Mit großen Augen bestaunten wir die zahlreichen Bildschirme und Telefone, die allesamt im normalen Betrieb von 2 Leuten bedient werden. 2 Kollegen von Thomas, die gerade in der Zentrale ihren Dienst verrichteten, erklärten uns dann welche Aufgaben sie haben und dass es natürlich auch Momente gibt, in der sie allerhand zu tun haben. Wird nämlich ein größerer Alarm ausgelöst, müssen alle zuständigen Behörden wie Polizei und Landratsamt informiert, Lautsprecher Durchsagen für Mitarbeiter auf dem Werksgelände gemacht, der Einsatz der anrückenden Kräfte koordiniert und Anrufe von verängstigten Anwohner entgegen genommen werden.
 

Nach der Besichtigung der Einsatzzentrale machten wir uns auf den Weg vorbei an den Sozialräumen hinein in die einzelnen Werkstätten. Dabei bekamen wir einen Einblick in die Arbeiten der Feuerwehrmänner, sowie der Größe des Werkes, bei dem z.B. in der Atemschutzwerkstatt 16000 Atemschutzmasken geprüft oder in der Werkstatt der Brandschutzeinrichtungen bis zu 8000 Feuerlöscher auf ihre Funktion kontrolliert werden müssen. Angekommen in der Fahrzeughalle, staunten wir nicht schlecht über die Vielzahl und Größe der verschiedenen Feuerwehrfahrzeuge. Thomas erklärte uns jedes Fahrzeug mit deren speziellen Beladungen und dessen Einsatzgebiet ganz genau. Das Highlight  war natürlich der Turbolöscher mit seinen zwei Alphajet- Triebwerken, der 8.000 Liter Wasser in der Minute abgeben kann und bei größeren Bränden oder zum Niederwerfen von Gasaustritten zum Einsatz kommt.

Nach einer zweistündigen, sehr interessanten Führung durch das Gerätehaus der Wacker Werkfeuerwehr, brachte uns Thomas zurück an die Westpforte und für uns ging es nach Hause ins Feuerwehrhaus, wo für alle Schnitzel und Salate warteten für das alljährliche Jahresabschlussessen der Jugendfeuerwehr.

Danke nochmal Thomas, dass du dir Zeit für uns genommen hast und wir einen sehr interessanten Blick in deine Arbeitswelt werfen durften.

Wacker_Werkfeuerwehr

Text: Joachimbauer Andreas, Jugendwart
         Riedhofer Thomas
Veröffentlicht am 30.01.2020

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